27.09.2006

Hundefreilauf in Langenhorn Fuhlsbüttel und dem Alstertal beschlossen

In der Sitzung der Bezirksversammlung Hamburg-Nord wurde am 14.9.2006 rechtsverbindlich beschlossen, dass die Bürger, die von der Anleinpflicht nach dem HundeG befreit wurden, ihren ungefährlichen Hund auf Wegen, Pfaden und Rasenflächen der öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen in Langenhorn und Fuhlsbüttel inklusive des Alstertals unangeleint führen dürfen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Richard Seelmaecker (33) (Foto rechts):

Nach zähem Ringen mit der von der SPD getragenen Bezirksverwaltung ist es uns gelungen, eine für die rechtstreuen Bürger akzeptable Lösung zu finden. Wenn sie u.a. gemeinsam mit ihrem Hund eine entsprechende Prüfung abgelegt haben, dürfen sie ihn nunmehr wieder unangeleint führen und können damit ihrer Pflicht zu artgerechter Haltung auch in der Großstadt Hamburg nachkommen.“

Seit über dreißig Jahren herrschte im Alstertal eine friedliche Koexistenz zwischen Hundehaltern, Spaziergängern und anderen Nutzern der Grünanlage. Die Situation eskalierte vor drei Jahren aufgrund einiger Beißvorfälle gefährlicher Hunde. Leider wurden als Reaktion auf die Vorfälle nicht vornehmlich Halter gefährlicher Hunde belangt, was unter Geltung der damaligen Hundeverordnung bereits möglich war, sondern überwiegend rechtstreue Bürger in ihrer Eigenschaft als Halter ungefährlicher Hunde.

Für die Hamburger SPD ist das Thema Hundefreilauf ein Armutszeugnis. Im Gesetzgebungsverfahren machte sie ihre Zustimmung davon abhängig, dass die Bezirke genügend Hundefreilaufflächen ausweisen. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Dressel erkundigt sich ständig, was der insoweit unzuständige Senat für die Ausweisung weiterer Flächen tue und seine Kollegen in den Bezirken lehnen es strikt ab, Flächen auszuweisen, wobei nicht jeder so deutlich wird wie der SPD-Bezirksabgeordnete Thomas Domres in der letzten Debatte: „Was Herr Dressel sagt, interessiert mich nicht.“

Die undifferenzierte Haltung der Hamburger SPD gegen Hunde stößt auf Unverständnis bei den Bürgern. Mit dem Hundegesetz wurde das Halten und Führen von Hunden so sehr erschwert, dass es wie Hohn in den Ohren der Betroffenen klingt, wenn sie eine Hundebegleitprüfung ablegen sollen und dies im Gegenzug keinerlei Privilegien bewirkt.

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